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Nollendorfplatz

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Der Winterfeldtplatz ist ein Wochenmarktplatz im Norden des Berliner Stadtteils Schöneberg. Der in Nordsüdrichtung angeordnete, langrechteckige Platz mit einer Abmessung von rund 280 x 80 Metern ist über die Maaßenstraße mit dem nur 200 Meter weiter nördlich angrenzenden Nollendorfplatz samt U-Bahnhof der Linien U1, U2, U3 und U4 verbunden.

Am Mittwoch und Samstag ist Markttag auf dem Winterfeldtplatz. Seit 1990. Von 8 Uhr bis 13 Uhr und an jedem Samstag bis 15 Uhr findet der größte Berliner Gemüse- und Wochenmarkt statt. Gerade an Samstagen hat sich der Markt zu einem überaus beliebten Magnet für Besucher aus nah und fern entwickelt. Bei fast jedem Wetter wuselt es zwischen den Ständen, wo man auch ausgefallenes wie Dinkelkissen oder selbstgemachten Senf kaufen kann. An anderen Tagen scaten dort Kinder und Jugendliche oder spielen Ballhockey.

Der Markt liegt eingerahmt von Spreewald-Grundschule, St. Matthias-Kirche, Gebäuden des Star-Architekten Hinrich Baller und zahllosen Kneipen, Bistros, Restaurants und Antiqutätengeschäften. 

Benachbarte Plätze sind Nollendorfplatz, Viktoria-Luise-Platz und Dennewitzplatz. Wie diese gehört der Winterfeldtplatz in die Folge von Plätzen und Straßen, deren Namen an die Befreiungskriege erinnern sollten.

Der Platz C des Berliner Bebauungsplanes (Hobrecht-Plan) wurde 1862 in seinen städtebaulichen Konturen geplant, 1890 angelegt und bis zur Jahrhundertwende mit gründerzeitlichen Wohnhäusern und einer katholischen Kirche bebaut. Benannt wurde er 1893 nach dem preußischen General Hans Karl von Winterfeldt. Die östliche Seite gehörte damals zu Berlin, die westliche bis zur Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 zu Schöneberg.

In den späten 1970er und 80er Jahren befanden sich mehrere besetzte Häuser in direkter Nähe des Platzes. Eines davon war das Haus Winterfeldtstraße 25, wo sich noch heute ehemalige Besetzer gegen Vertreibung durch die Hauseigentümerin zur Wehr setzen.

Zeitweise betrug der Anteil der Wähler der Grün-Alternativen-Liste mehr als 50%. Nach Sanierungsmaßnahmen in den späten 80er und 90er Jahren hat sich der Platz mit der benachbarten Umgebung wieder als ein beliebtes Wohngebiet etabliert.

Die Literaturnobelpreis-Trägerin Nelly Sachs wurde 1891 im Haus Maaßenstraße 12 (Gedenktafel) und der Dirigent Wilhelm Furtwängler im Jahr 1886 im Haus Maaßenstraße 1 geboren (Gedenktafel).

Rund um den Platz floriert seit Jahrzehnten ein umfangreiches Angebot verschiedener Buch-Antiquariate, daneben hat sich in der Winterfeldtstraße seit 1990 ein Buch- und Kunstauktionshaus etabliert.

Querstraßen wie die Winterfeldtstraße, Maaßenstraße, Pallasstraße und Goltzstraße bieten traditionsreiche Kneipenszenen und multikulturelle Restauration. Café Berio, Slumberland und das Habibi gehören seit etlichen Jahren zu den (West-)Berliner Institutionen. Seit einigen Jahren wächst das gastronomische Angebot beständig. Neben dem Hackeschen Markt, der Bergmannstraße, der Oranienburger Straße, der Oranienstraße, dem Kollwitzplatz und der Simon-Dach-Straße ist der Winterfeldtplatz ein Zentrum der Berliner Kneipen- und Cafe-Szene. Der angrenzende Nollendorfplatz ist das westliche Zentrum der Lesben- und Schwulenszene Berlins.

Rund um den Platz floriert seit Jahrzehnten ein umfangreiches Angebot verschiedener Buch-Antiquariate, daneben hat sich in der Winterfeldtstraße seit 1990 ein Buch- und Kunstauktionshaus etabliert.

Querstraßen wie die Winterfeldtstraße, Maaßenstraße, Pallasstraße und Goltzstraße bieten traditionsreiche Kneipenszenen und multikulturelle Restauration. Café Berio, Slumberland und das Habibi gehören seit etlichen Jahren zu den (West-)Berliner Institutionen. Seit einigen Jahren wächst das gastronomische Angebot beständig. Neben dem Hackeschen Markt, der Bergmannstraße, der Oranienburger Straße, der Oranienstraße, dem Kollwitzplatz und der Simon-Dach-Straße ist der Winterfeldtplatz ein Zentrum der Berliner Kneipen- und Cafe-Szene. Der angrenzende Nollendorfplatz ist das westliche Zentrum der Lesben- und Schwulenszene Berlins.

Dominiert wird der Winterfeldtplatz von einer der wenigen freistehenden katholischen Kirchen Berlins, St. Matthias, wo der wortgewaltige spätere Kardinal Clemens August Graf von Galen von 1906-1911 als Kaplan und von 1919-1929 als Pfarrer wirkte (Gedenktafel neben dem Haupteingang). Die nach Plänen von Engelbert Seibertz im Stil der Neogotik errichtete und nach zweijähriger Bauzeit 1895 geweihte Kirche wurde nach der starken Beschädigung im 2. Weltkrieg vereinfacht wieder aufgebaut und in den letzten Jahren restauriert. Die Seifert-Orgel ist mit ihren 74 Registern eine der grössten Kirchenorgeln Berlins. Der vor dem Krieg weithin sichtbare, 93 m hohe Turm der Kirche ist heute entscheidend verkürzt. An den Rändern der Grünanlage hinter der Kirche befindet sich seit 1995 eine filigrane, dekorative Metallkonstruktion des Berliner Architekten Hinrich Baller.

Während sich in der unmittelbaren Umgebung viel Bausubstanz aus der Gründerzeit mit mehreren Einzeldenkmälern (v.a. in der Winterfeldtstraße) bewahrt hat, wurde beinahe die gesamte Randbebauung des Platzes im Krieg zerstört und durch Neubauten ersetzt. Von den erhalten gebliebenen Gebäuden am Platz sind die denkmalgeschützten Mietshäuser an der Ecke Goltz-/Winterfeldtstraße von 1887 mit dem Slumberland und an der Ecke Goltz-/Hohenstaufenstraße (genannt "Kacheleck") samt Nachbarhaus Hohenstaufenstr. 69 (beide aus dem Jahr 1895) mit ihren ungewöhnlichen Fassaden aus glasierten, teils farbig dekorierten Klinkern erwähnenswert. Der westliche Platzrand (Goltzstraße) ist überwiegend mit Nachkriegsbauten der Kirchengemeinde bebaut: dem Graf von Galen-Jugendheim, dem Caritas Wohnhaus "Kardinal Galen" und der 1960 fertiggestellten katholischen Grund- u. Oberschule Sankt Franziskus mit Montessori-Zug an der Ecke Hohenstaufenstraße, welche bereits unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Der östliche Rand des Winterfeldtplatzes (Gleditschstraße) wurde in den 1990er Jahren nach einem Konzept von Hinrich Baller wieder bebaut, mit dem die einst raumbildende Platzkante der Vorkriegszeit aufgelöst wurde. Markante Eckpunkte dieser Bebauung von Baller sind das Wohnhaus an der Ecke Winterfeldtstraße und die Sporthalle der Spreewald-Grundschule an der Ecke Pallasstraße. Dazwischen befinden sich, vom Platz etwas abgerückt, eine gleichfalls von Baller entworfene Kindertagesstätte und das 1884 errichtete Hauptgebäude der Spreewald-Grundschule, einer ehemaligen Hinterhof-Volksschule. Daneben zieht das Puppentheater Hans Wurst Nachfahren. Theater am Winterfeldtplatz auf dem Gelände der ehemaligen Kultkneipe Ruine nicht nur Kinder und Sonnenhungrige auf der großen Terrasse an.

Nahebei in der Winterfeldtstraße 19-23 wurde 1923-1929 das damals größte Fernsprechamt Europas im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet. In der Zeit des Kalten Krieges führten alle Telefonleitungen aus West-Berlin durch dieses Fernamt, in welchem die Westalliierten eine Etage für sich reserviert hatten, deren Zutritt den Mitarbeitern der vormaligen westdeutschen Bundespost verwehrt war. Von dort gingen die Leitungen über den Fernmeldeturm auf dem Schäferberg im Berliner Forst Düppel (Berlin-Wannsee) per östlich abhörbarem Richtfunk nach Westdeutschland.

 

 

Zufallszitat

Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky: „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
von zitate-online.de